Alle Jahre wieder wird die DFG-Bilanz gezogen! Mit herrlichem Ergebnis. Wehrmutstropfen war nur, dass Fredo nach 16 Jahren Kassen-Obhut, sein Amt aufgegeben hat. Um dem neuen Kassenwart Manfred bei Bedarf behilflich sein zu können, übernahm Fredo die Aufgaben des Kassenprüfers. VIELEN DANK, FREDO FÜR DEN LANGJÄHRIGEN WOHLSTAND DES VEREINS! Alle anderen Vorstandmitglieder machen weiter mit.
Frauke Hamschmidt, Stefanie Busse, Franck Martin, Helga Reuter (Stellv. Vorsitzende), Katrin Jakob, Manfred (Kassenwart), Inge Schuth (Vorsitzende). Der Protokollführer Franck Senegas fehlte beim Fototermin.
Wir wünschen dem Vorstand viel Erfolg bei der Vorbereitung des anstehenden 20-jährigen DFG-Jubiläums!
Also,… wer hat da einst literarisch verkündet, dass man seine Wünsche einfach nur beim Universum einreichen müsste und schwupp,… alles wäre gut? – Von wegen! Wir hatten bestellt: herrliches Sommerwetter für unser Sommerfest! Und was war? NIX! Die himmlische Abteilung für Wettermanagement zeigte sich ungnädig, der Juni Kontinuität! Aber wenigstens sollte es am Abend nicht mehr in Bindfäden regnen!
Wir trotzten dem nicht vorhandenen Sommer mit guter Laune, köstlichen Leckereien und aßen trotz kühler Temperaturen draußen zu Abend!
Und wozu braucht man schon die Sonne, wenn man doch zwei Musiker mit solch` einer Strahlkraft eingeladen hat?
Drei Tage später war in den Westfälischen Nachrichten zu lesen:
Morina Miconnet steht für Leichtigkeit, Spontanität und Lebendigkeit. Gleichzeitig hat sie Esprit und Tiefsinn.
Die Musik und die Texte der 27 jährigen Singer- Songwriterin aus Münster berühren. In einer deutsch-französischen Künstlerfamilie aufgewachsen, erzählt sie in ihren Liedern ihre ganz persönlichen Geschichten, mal stimmgewaltig enthusiatisch, mal zurückhaltend leise. Ihre Stimme, die ein bisschen an ZAZ erinnert, geht sofort unter die Haut, ist ausdrucksstark, facettenreich und voller Leidenschaft.
Spielerisch hat sie sich in der Kindheit der Musik genähert, erzählt sie. Das Gitarrespielen hat sie sich selbst beigebracht, dabei viel experimentiert. Dies prägt heute ihren Stil: unkonventionell, kreativ, ein Mix aus Jazz, Folk, Pop, Reggae und Soul. Durch den Einfluss ihrer in Frankreich lebenden Tante fand Morina Miconnet zum französischen Chanson.
Vergangenen Samstag ließ sie, begleitet von dem französischen, ebenfalls in Münster lebenden Gitarristen Franck Sénégas, die Besucher des Sommerfestes der Deutsch-französischen Gesellschaft das schlechte Wetter vergessen. Mit ihrer fulminanten Stimme und ihrer authentisch erfrischenden Bühnenpräsenz begeisterte sie ihre Zuhörer mit französischen Chansons, aber auch mit ihren Eigenkompositionen, wobei sie mühelos zwischen der deutschen und der französischen Sprache wechselte.
Die charmanten Bühnendialoge der beiden Künstler und ihre unbeschwert lockere Art, mit dem Publikum in Kontakt zu treten, zauberten bald ein Lächeln auf die vom Regen geplagten Gesichter der Besucher des Sommerfestes. Zusammen stimmten sie ein: „Non, je ne regrette rien!“
Wenn AFA Orléans ihr 30-Jähriges feiert, muss DFG Münster unbedingt dabei sein! Das ist das Motto unserer 5-tägigen Pfingstreise nach Orleans. Die Anreise fällt unerwartet laaang au, gegen fünf Uhr morgens falle ich ins Bett.
Der sonnige Morgen lässt Erinnerungen ans nächtliche Abenteuer einfach nicht zu. Im Reiseprogramm steht für jetzt: Orléans auf eingene Faust entdecken – Nichts wie los! Kastanienbäume des Kirchenplatzes am Hotel sehen fast weihnachtlich aus mit ihren Blütenleuchtern. Ohne ans Frühstück zu denken, renne ich durch die Altstadt, bis hin zu der Loire, die ich noch nie so wassermächtig erlebt hatte.
Über 10 Jahre war ich nicht mehr hier und staune nun, wie gepflegt die pittoresken Gassen sind. Ein älterer Mann sieht mich beim Fotografieren und eilt mit Erklärungen zur Geschichte der Gebäude seines Viertels. Die Stadt erwacht gerade und viele Orleaneser machen sich auf, um in der Markthalle an der Loire fürs Wochenende einzukaufen. Ich mache die Tour über die tolle étage gourmet und absolviere einen opulenten Brunch. Danach flaniere ich über die arkadengesäumte Rue Royal bis zu dem noch mehr noblen Place Martroi mit Jeanne-D’Arc zu Pferde. Danach folge ich der Paradestraße bis zur Katedrale und entdecke unterwegs, dass Orléans in puncto öffentliche Leihräder unser Münster längst überholt hat.
In der Nähe der Katedrale beginnt unser offizielles Programm für heute. Wir werden in den Festräumen des historischen Rathauses Hôtel Groslot von den Vertretern der Stadt Orléans empfangen. (Hier gibts einen Seitenblick zum späteren Pressebericht darüber in der WN.) Zum Schluss gibt es natürlich das traditionelle Gruppenfoto vor der schmucken Fassade und mit der Jeanne-d’Arc-Statue.
Danach schnell ins Hotel laufen und umziehen, denn um halb drei starten wir mit dem Bus aufs Land: Châteaudun.
Das Wetter hat sich inzwischen verfinstert und liefert eine passende Kulisse zu einem verstorbenen Bauwerk, in dem jetzt nur noch kalter Wind haust. Die Geschichte im Loiretal hat wohl zu viele Schlösser hinterlassen, um sie alle am Leben zu halten. In einem verdunkelten Saal werden riesige Wandteppiche mit biblischen Szenen gezeigt – auf ihrem Weg in die Farblosigkeit. Der einzige Charme des traurigen Schlosses ist der Ausblick ins Tal. Danach suche ich noch mit Barbara den von ihrer Gastgeberin empfohlenen Garten der Temperamente, der eine historische Hof-Apotheke darstellt. Die Zeit reicht noch für einen kleinen Rundgang durch das Städtchen und eine Tasse Kaffee in einer Bäckerei am Marktplatz – die hausgemachten Verführungen hellen unseren Geist deutlich auf.
Anschließend eilen wir zum Bus, denn nun kehren wir zurück nach Orléans, um den Anlass unserer Reise zu feiern.
Der AFA ist es gelungen, für die Festlichkeit einen wunderschönen Saal in Ingré auszumachen. Die Begegnung beginnt mit kurzen Ansprachen der für Städtepartnerschaft zuständigen Stadtverteter – wenn ich das richtig erahnt habe, denn mein Französisch reicht nicht so hoch. Anschließend wird das Mikro an die AFA-Gründerin Annick gereicht, die aus dem Handgelenk über ihre 10 Jahre der Vereinsführung als Présidente erzählt. Ihren Schilderungen konnten alle Gäste aus Deutschland gut folgen. Über die weiteren 10 Jahre erzählt dann Karin, die das Zepter der Présidente von Annick übernommen hat. Das letzte Jahrzehnt gehört Danièle, die sich aus Zeitgründen nur auf die Entwicklung der Kontakte zwischen Orléans und Münster beschränkt. Um bei der Fülle, die zu berichten ist, niemanden zu vergessen, wurde alles schön gelistet. Da geht es um Erinnerungen, die vielen von uns noch sehr lebendig sind. Wer darin blättern möchte, dem sei die Lektüre der Rede von Danièle empfohlen.
Die DFG hat natürlich an ein Geschenk für das Geburtstagskind gedacht – Inge und Christian überreichen AFA einen großen Picknickkorb und zwei Bierfässern. Damit endet der offizielle Teil des Abends und die Gesellschaft wird ans Buffet geladen.
Danach betritt ein indischer Magier die Bühne des Geschehens. Nach der Nummer mit einer mehrfach zerschnittenen Schnur, die in seiner Faust immer wieder zusammenwächst, verkettet er große Metallringe. Dazu hat er unsere Frauke als Helferin aus dem Publikum auserkoren und sie – mit ihrer ernst gemütlichen Art, dem Wunder auf die Nieren zu klopfen – klaut ihm ein wenig die Show. Mechtild muss dabei als Dolmetscherin einspringen.
Zum Schluss lauschen wir längere Zeit der vertrauten Stimme im Konzert des Duo Val’n’Tin. Valérie Jammes am Mikrofon und Martin Weyer-von Schoultz am Keyboard begleiten schon seit Jahren die Geschicke sowohl von DFG als auch AFA.
Unsere zweite Nacht fällt erneut kurz aus und ich höre niemanden darüber klagen, obwohl morgen ein langer Reisetag ansteht.
Die Stille der Rue de Bourgogne zeigt klar: Orléans schläft am Sonntag aus. Nur ich durchstreife das Zentrum der Stadt und nutze das optimale Wetter zum Fotografieren, bevor ich zum Treffpunkt am Theater eile. Unser Busfahrer – der durch Ortansässige navigiert wird, denen die Maße eines Busses nicht bewusst sind – muss mehrfach durch so schmale Häuserschluchten hindurch, dass manche Businsaßen am liebsten zu Fuß gehen würden. Sie haben aber keine Chance auszusteigen, denn zwischen Bus und Mauerwerk passt nicht mal eine Hand- siehe letztes Foto. Unser Busfahrer erweist sich immer wieder als noch größerer Magier als der Inder von gestern Abend.
Unsere Suche gilt einem Winzerhof bei Sancerre, denn heute steht ja eine Weinprobe an.
Erst zeigt uns der Winzer die Edelstahlkessel und die vollautomatische Maschine zum Flaschenfüllen. Die Anlagen wirken modern und hygienisch, aber irgendwie nüchtern. Dann kommt doch noch der romantische Blick in den Keller mit kleinen Holzfässern. Und zum Schluss natürlich das Kosten der edlen Tropfen. Ich kaufe 3 Flaschen des goldprämierten Weißen und eine Flasche Roten. Andere stappeln 6-er-Kartons im Kofferraum des Busses.
Ausgesprochen gut gelaunt fahren wir nach Sancerre, wo uns eine Stadtführerin durch den Ort führen soll. Die Weite des Tals unterhalb des Ortes kontrastiert die Enge der pittoresken Straßen im Ort auf dem Berg.
Ich bekomme nicht viel von der Stadtführung mit, weil ich die Gruppe bei einem Seitenblick verliere. Den überschauberen Ort erkunde ich also auf eigene Faust, knipse viele Fotos und tröste mich mit einem Milchkaffee und Leckereien vom Bäcker. Viel Zeit haben wir hier nicht; in einer Stunde sollen wir zu einer Käserei fahren.
La Chevrerie de la Tour erreichen wir schnell – sie liegt nur 12 km entfent von Sancerre. Der erste Blick gilt den ’süßen‘ Ziegen im Stall, die offensichtlich gewohnt sind von Besuchern gehätschelt zu werden. Der Bauer antwortet geduldig auf unsere Fragen und führt uns anschließend in seinen Hofladen, wo die berühmten ‚KäseKöttel‘ probiert und natürlich gekauft werden können. Zum Schluss werden viele Käsepäckchen zwischen Weinflaschen im Buskofferraum deponiert.
Nun geht es zurück nach Sancerre. Wir haben Freigang in dem gemütlichen Städtchen!
Ich ziehe mit Barbara und hole mit ihrer Hilfe die vormittags verpasste Stadtführung nach. Danach klettern wir 570 Stufen auf den massiven Turm und werden durch das Panorama auf die Stadt und das Tal belohnt. Zum Schluss wollen wir uns was im Café des Arts auf dem Markplatz gönnen. Dort begegnen wir einer Kellnerin, die einem Gast ein Glas Wasser auf die Hose schüttet und dies seelenruhig kommmentiert: Ist ja nur Wasser. Wird schon trocknen. – Heutige Sonne bringt grad mal 14 Grad. Eine anschließende Entdeckung hellte uns dann auf: Das wohl kleinste und vor allem niedrigste Toilettenhäuschen Europas – eine echte Herausforderung für seine Besucher.
Lachend ziehen wir zum Restaurant Le Rempart hinunter. Aus allen Richtungen strömmen alle anderen hinzu. Zeit fürs Abendessen!
Eigentlich wurde alles Relevante auf dem schwarzen Tischset gesagt. Der Abend war reinster Genuss, sowohl kulinarisch als auch was die Stimmung angeht. Ich werde nie vergessen, wie viel Leidenschaft, Abneigung und kindlichen Protests in zwei kleinen Silben zum Ausdruck gekommen waren, als Armelle durch den verzweifelt suchenden Kellner gefragt wurde: Das vegetarische Gericht für Sie? – MAIS NON! Alle zehn am Tisch lachten Tränen, einschließlich Vegetarierin Silke, für die der Teller bestimmt war. Ich lache später auch immer neu, wenn mir diese Silben während der nächtlichen Rückfahrt im Bus wieder einfallen.
Zum fünften Male ging DFG zu Reblaus den Wein studieren. Das Studierzimmer war auch diesmal voll.
Es wurde viel Edles aufgetischt. Der Abend drehte sich um uralte Rebsorten aus Frankreich, die gern im Ausland gehegt werden.
Auch wenn die Stimmung ziemlich ausgelassen wurde, haben viele in der Runde den Anspruch nicht aufgegeben, hier ernsthaft zu lernen, und das Blatt mit der Weinliste füllte sich mit Notizen für danach.
Freude an der französischen Sprache wecken! Das ist die Motivation der Deutsch-Französischen Gesellschaft Münster den deutsch-französischen Vorlesewettbewerb jedes Jahr auf’s Neue für die Gymnasien, Realschulen und Gesamtschulen Münsters auszuschreiben.
Den 12. Wettbewerb konnten wir am Freitag, dem 26.02.2016 in der Marienschule ausrichten. Großer Dank geht daher an die Schule, insbesondere an die Fachschaft Französisch, Frau Baumeister, Frau Winterberg und Herrn Dr. Berkemeier, für die gute Organisation des musikalischen Rahmenprogramms, der Cafeteria in der Lesepause sowie für die Bereitstellung ihrer Räumlichkeiten.
Den ganzen Nachmittag konnte man die frankophile Atmosphäre in den Vorleseräumen und Fluren des Gymnasiums genießen..Dazu trugen die französischen Schüler aus Orléans einen großen Teil bei. Sie hatten während ihres Austausches, der von Manfred Ossege und seinem Team des Hittorf-Gymnasiums organisiert worden ist, die Gelegenheit, sich an unserem Wettbewerb zu beteiligen.
Die deutschen Texte, die sie vortrugen, waren oft erheiternd und gleichzeitig anspruchsvoll. Der erste Preis in der Gruppe der Franzosen ging so auch an Celian Rachez, der Max und Moritz Streiche von Wilhelm Busch mit sehr viel Ausdruck und Humor zum Besten gab.
Die Schüler durften zuerst einen selbst ausgesuchten Text von 3 Minuten Lesedauer vortragen und bekamen dann einen ihnen unbekannten Text, den sie mit einer französischsprachigen Betreuerin kurz einüben konnten.
Hier geht ein großer Dank an all die freiwilligen Helfer, die sich an diesem Freitagnachmittag drei Stunden Zeit genommen haben. Dazu zählt vor allem auch die Jury aus französischen Muttersprachlern, Lehrern und Pädagogen, die die schwierige Aufgabe hatten, die Lesequalität der Schüler in den einzelnen Gruppen objektiv zu bewerten. Auch hierfür danken wir ganz herzlich.
Die Ergebnisse aller vier Gruppen sind unterhalb der Fotos mit den Gewinnern zu finden.
Wir gratulieren allen Gewinnern und Teilnehmern und danken für Euer Mitmachen!
Alle Jahre wieder strömen wir zum Alten Backhaus mit selbstgebackenen Mandeltorten und ein paar Flaschen Crémant.
Dann wird das Gebäck bedächtig genossen, bis jemand die berühmte fève auf seiner Zunge aufspürt. Auch in diesem Jahr dauert es nicht lang, bis die Königin gekürt war. Bald bekam sie einen strahlenden König zur Seite.
Nun betrat der Sekt die Bühne und es konnte angestoßen werden. Die Königin hatte aber noch einen Wunsch: Ob jemand von ihren Untertannen ein Gedicht aufsagen könnte? Nach der ersten Schrecksekunde meldeten sich sogar drei Poesiebeflissene und beglückten die ganze Runde mit dem Charme der alten Verse.
„Dieses Jahr würden wir gerne im November kommen!“
Was da aus Frankreich durch die Drähte meines Telefons an mein Ohr gelang, wollte nicht so recht zur Großhirnrinde vordringen. „Was? Im November???“ Der NOVEMBER, der Monat, in dem man sich doch – auch als ansonsten wenig futuristisch veranlagtes Wesen – das Zeitalter des Raumschiffes Enterprise herbeisehnt, um sich dann schnell und zielsicher auf die Kanaren … oder besser gleich auf die Südhalbkugel beamen zu lassen. Ein Monat, den man nur mit Tageslichtlampe und mindestens einem Kinobesuch pro Woche übersteht!
„Seid Ihr unter die Masochisten gegangen? Was wollt Ihr denn im November in Münster??? Alles ist grau in grau, es regnet und die Kälte zieht einem von den Füßen die Beine hinauf!“
Gilles blieb beharrlich, legte nach:
„Wir wollen das erste Adventswochenende kommen, die Weihnachtsstimmung in Münster genießen, den Weihnachtsmarkt, die vielen Lichter, … eben typisch deutsche Weihnachten erleben!“
Langsam, ganz langsam lösten sich die Synapsen zwischen meinem Ohr und dem dazugehörigen Auswertungszentrum aus der Erstarrung.
Wir, ausgerechnet wir sollten den Franzosen was in Sachen „savoir vivre“ vermitteln? Hatte mir nicht letztes Jahr noch ein Franzose erzählt: „Für Deutsche ist Essen Nahrungsaufnahme, für Franzosen Genuss!“ Zugegeben, das vorangegangene Ereignis – ein Abendessen in meiner Küche – mag eine besonders drastische Erfahrung gewesen sein. Dennoch, die Herausforderung, die sich uns da zu stellen schien, führten bei mir sofort zu der Verknüpfung mit den Begriffen „Blamage“, „Reinfall“, „Katastrophe“… Da hilft nur ein Krisenstab, will sagen eine Vorstandssitzung!
Zu meiner Beruhigung schauten alle anderen Crewmitglieder ebenfalls ziemlich ungläubig und ratlos. Der Ausdruck in ihren Augen lässt sich kurz und knapp mit einem „HÄÄÄHH?“ zusammenfassen.
„Hast Du das richtig verstanden? Ist das ihr Ernst? Im Winter?“
Ja, ich hatte richtig verstanden! Wir gründeten also eine Projektgruppe, Monika übernahm tatkräftig die Projektleitung,
…..und ich verließ den nächsten Flohmarkt bei 36 ° C im Schatten mit einer Weihnachtspyramide, einem Nussknacker und einem Paket Weihnachtskugeln unter dem Arm. Die Weihnachtsverkitschung des Gästezimmers war schon mal garantiert! In T-Shirt und kurzer Hose vor dem PC sitzend folgten unsere Internetrecherchen: Wann beginnt der Weihnachtsmarkt? Wo findet ein Konzert statt?
Monika organisierte voller Elan französische Führungen im Stadt- und Landesmuseum, einen Nachtwächterrundgang durch Münster, ein Abendessen am offenen Kamin im Restaurant Hoffschulte, ein weiteres in den Köpi-Stuben, das gemeinsame Plätzchenbacken im Alten Backhaus und nicht zu vergessen eine Weihnachtsfeier, auf der es natürlich Kartoffelsalat und Würstchen geben musste!
Das Resultat? Auch wir haben es, das SAVOIR VIVRE ! … zumindest in der Weihnachtszeit!
Herbert Runde steuerte herrliche Fotos von dem Highlight im Alten Backhaus bei. Hier wurden gemeinsam Plätzchen gebacken und zur Kaffeerunde am Nachmittag getilgt. Die abendliche Weihnachtsfeier einige Stunden später rundete das Programm ab.
Überraschend und doch zur richtigen Zeit tauchte auch der immer willkommene Chef der Bescherung auf und tat seiner Freude kund…
Die Bescherung war perfekt … Jeder Gast aus Orléans bekam einen selbstgebackenen Weihnachtsstollen mit nach Hause.
Unsere Gäste aus Orléans knipsten viele Bilder und schickten uns den passenden Link. Wer in ihrem Fotoalbum stöbern möchte –
Séraphine – ein wunderbarer, mit mehreren „Césars“ ausgezeichneter Film mit Yolande Moreau und Ulrich Tukur; lange Zeit lief er in Münster. Jetzt konnten wir die Bilder, die wir aus dem Film in Erinnerung hatten, in Essen im Original bewundern – und nicht nur sie.
In der Ausstellung „Der Schatten der Avantgarde – Rousseau und die vergessenen Meister“ im Folkwang-Museum werden Bilder und Skulpturen der oft „Naive“ genannten Künstlerinnen und Künstler gezeigt, die sich autodidaktisch der Kunst genähert und keine Akademieausbildung erhalten haben. Neben den großen, leuchtend farbigen Bildern von Séraphine Louis konnten wir Gemälde von Henri Rousseau, aber auch von weniger bekannten Künstlern sehen. .
Wir – das waren vier Mitglieder der DFG und fünf Gäste, die sich an einem Sonntag nach Essen aufgemacht haben. Wie immer war es schön, gemeinsam anzureisen, über den Kulturpfad – bei herrlichem Wetter – zum Museum zu spazieren und sich bei Kaffee und Kuchen über die vielen unterschiedlichen Eindrücke aus der Ausstellung zu unterhalten.
Représentation de l’association Franco-Allemande lors de la journée des chorales le…. le soir au Triptychon , avec dégustation de vins et de fromage dans une ambiance „RAP“ franco.allemand.
„Musette-Musik kann man nicht einfach nur spielen, man muss sie leben!“ strahlt Anja Kreysing, und setzt mal kraftvoll virtuos, mal zurückhaltend leise das für die Musette-Musik so typische Knopfakkordeon in Bewegung. „Musette, das ist Paris ab den 20`ger Jahren! Das ist sprühende Lebensfreude und Melancholie zugleich, ein Wechsel aus Dur und Moll, ein Zusammenspiel unterschiedlichster Kulturen“, ergänzt Matthias Muer, der sie auf der Gitarre begleitet.
„Musette-Musik kann man nicht einfach nur spielen, man muss sie leben!“ strahlt Anja Kreysing, und setzt mal kraftvoll virtuos, mal zurückhaltend leise das für die Musette-Musik so typische Knopfakkordeon in Bewegung. „Musette, das ist Paris ab den 20`ger Jahren! Das ist sprühende Lebensfreude und Melancholie zugleich, ein Wechsel aus Dur und Moll, ein Zusammenspiel unterschiedlichster Kulturen“, ergänzt Matthias Muer, der sie auf der Gitarre begleitet.
Festpanorama1
Am vergangenen Samstag begeisterte das Duo, das mit dem Namen „Peugeot Noir“ in Münster bereits zu einer festen Größe geworden ist, die Besucher des Sommerfestes der Deutsch-Franzöischen Gesellschaft mit einem Konzert unter freiem Himmel.
Ihre Lieder präsentierten sie auf Französisch, Romanes, Neapolitatisch und Russisch, mal frech-fröhlich, mal sehnsuchtsvoll melancholisch. Sie entführen den Zuhörer in andere Welten, erzählen von Liebe und Schmerz, von Sehnsucht und Lebensfreude. Da fiel das Stillsitzen schwer! Und so sollte es nicht lange dauern, bis der Platz vor den beiden Musikern zur Tanzfläche wurde.
„Wir waren drei Stunden mitten in dem Paris von Gustave Viseur und Jo Privat !“ resümiert Anna Berger, eine Besucherin des Konzertes mit leuchtenden Augen.
Die sich an das Konzert anschließende Jam-Session des Duos Peugeot Noir mit Musikern der Deutsch-Französischen Gesellschaft reichte trotz schmerzender Hände und müder Augen bis tief in die Nacht.
Zum ersten Mal fand unser Fest nicht mitten im Sommer statt und siehe da – es kamen ca. 80 Personen. Dementsprechend war die Auswahl am Buffet riesig und sehr ansprechend. Großen Zuspruch erfuhr auch die Grilltheke und unsere traditionelle Creperia.
Ob mit neuen Gästen oder mit alten Hasen, auf deutsch oder französisch – der Austausch blühte.
Die Eltern mussten am Abend ihre Überzeugungskünste bemühen, um ihren Nachwuchs für den Nachhauseweg zu gewinnen.